Gesamtplan im LWV Hessen
Abschlussbericht über die Erprobung des Gesamtplanverfahrens
vom 01.11.01 bis 30.04.03
Vorbemerkung
An dieser Stelle möchte ich zunächst allen an der Erprobung des Gesamtplanverfahrens Beteiligten herzlich danken.
Genannt seien hier die Berater vom Zentrum für Planung und Evaluation der Universität Siegen, Herr Dr. Schädler und Herr Rohrmann, die neben der Beratung in sozialwissenschaftlichen und methodischen Fragestellungen Perspektiven aus anderen Ländern und Projekten zum personenzentrierten Ansatz in der Behindertenhilfe in die Diskussion eingebracht haben.
Mein Dank gilt weiterhin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LWV Hessen, die sich in dieser Erprobung und Evaluation engagiert haben sowie den Einrichtungen, die uns durch ihre Mitarbeit und Rückmeldungen wesentlich unterstützt haben.
Ganz besonders danke ich jedoch den vielen Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen für ihre Bereitschaft, gemeinsam mit dem LWV einen neuen Weg in der Beziehung zwischen Sozialhilfeträgern und Leistungsberechtigten zu gehen. Ihre positiven Rückmeldungen haben den Verband darin bestätigt, damit auf dem richtigen Weg zu sein, nämlich sie persönlich in die Gestaltung der Hilfen einzubeziehen, auch wenn dies für sie eine fordernde, verantwortungsvolle und nicht immer leichte Aufgabe ist.
Der vorliegende Bericht wertet die Erfahrungen der 1 1/2 -jährigen Erprobung des Gesamtplanverfahrens des LWV Hessen aus. Er schildert dabei nicht nur die positiven Erfahrungen und erhobenen Daten und Fakten, sondern weist auch auf Fragen und Probleme hin, die noch offen sind. Natürlich bleibt er dabei aber nicht stehen, sondern zieht Schlussfolgerungen, spricht Empfehlungen zur Verbesserung und Klärung aus. Sicherlich gibt es Alternativen der Bewertung oder Handlungsmöglichkeiten, die nicht aufgeführt wurden. Wo dies der Fall ist, ist dies die - in engagierten Diskussionen mit internen und externen Beteiligten entstandene - Sicht der Verfasser/-innen.
Die Erprobung des Gesamtplanes steht im Kontext mit Entwicklungen und Projekten, die mit unterschiedlichen Mitteln das gleiche Ziel verfolgen: Die finanzielle Sicherung der Behindertenhilfe möglichst ohne Abstriche in der Qualität der Hilfe für die betroffenen Menschen. Die Entscheidung, ob und wie das erprobte Verfahren eingeführt werden wird, ist durch die politischen Gremien des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, in letzter Konsequenz durch das Hessische Sozialparlament zu treffen. Wie auch immer die Entscheidung in Abwägung des Für und Wider ausfallen wird: ich wünsche allen Beteiligen, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse dieser Erprobung letztendlich der Erreichung des gemeinsamen Zieles dienen.
Lutz Bauer
(Landesdirektor)
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Struktur und Verlauf der Erprobung
2.1 Ablauf
2.2 Evaluation
3 Auswertung der Erprobung
3.1 Instrumente und Prozesse
3.1.1 Datenverarbeitungssystem Gesamtplan (DV-System GesaP)
3.1.2 Erstermittlung
3.1.3 Gesamtplangespräch und Vereinbarung von Zielen
3.1.3.1 Durchführung der Gesamtplangespräche
3.1.3.2 Zielvereinbarungen
3.1.3.3 Zielvereinbarung und Hilfeplanung der Einrichtung
3.1.4 Schriftlicher Gesamtplan
3.1.5 Entwicklungsbericht
3.1.6 Dauer des Verfahrens
3.1.7 Schlussfolgerungen zum Einsatz der Instrumente
3.2 Zugangs- und Verlaufssteuerung
3.2.1 Zugangssteuerung
3.2.2 Zugangssteuerung in der Erprobung des Gesamtplanverfahrens
3.2.3 Ansätze zur Verbesserung der Zugangssteuerung
3.2.4 Verlaufssteuerung
3.2.5 Schlussfolgerungen
3.3 Aufwand
3.3.1 Zeitaufwand
3.3.2 Reisekosten
3.3.3 Schlussfolgerungen
3.4 Anlässe und Kriterien für die Durchführung von Gesamtplanverfahren
3.4.1 Rechtliche Aspekte
3.4.2 Kriterien für die Durchführung von Gesamtplanverfahren in der Erprobung
3.4.3 Schlussfolgerungen
3.5 Qualifikationsanforderungen an Anwender/innen
3.5.1 Durchgeführte Qualifizierungsmaßnahmen
3.5.2 Anforderungen und Kompetenzen zur Durchführung des Gesamtplanverfahrens
3.5.3 Strukturelle Probleme und Qualifikationsfragen
3.5.4 Anforderungsprofil für Anwender/innen des Gesamtplanverfahrens
3.5.5 Schlussfolgerungen für ein Qualifizierungskonzept
3.6 Akzeptanz des Gesamtplanverfahrens
3.6.1 Akzeptanz der Klienten
3.6.2 Einschätzungen der Anwender/innen
3.6.3 Akzeptanz der Einrichtungen
3.6.4 Schlussfolgerungen
4 Zusammenfassung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Anhang A
Instrumente der Evaluation
Instrumente zur Befragung der beteiligten Akteure
Klient/inn/enbefragung
Befragung der beteiligten Einrichtungen und Workshop
Rückmeldungen der Anwender/innen
Instrumente zur Dokumentation des Aufwandes und des Ablaufes
Dokumentation des Zeitaufwandes
Dokumentation der Reisekosten
Statistische Auswertungen aus dem DV-System GesaP
Anhang B
Abkürzungsverzeichnis
Impressum
Herausgeber:
Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV)
Projekt Qualität und Wirkung
Ständeplatz 6-10
34117 Kassel
Internet: http://www.lwv-hessen.de
Verfasser: Manuela Bahl, Brigitte Hennemann, Alfred Jakoby, Christiane Müller, Bianka Röhl, Daniela Schulze, Barbara Oerder








